19. März 2011
Wahnsinnserfolg der Aktion „Berufliche Schulen helfen Japan"

1.208,02 € durch Kuchenverkauf auf dem Wochenmarkt
Allein durch den Kuchenverkauf auf dem Eschweger Wochenmarkt hat eine Gruppe des BG 11 am Samstag den Betrag von sage und schreibe 1.208,02 € zur Unterstützung der Opfer der japanischen Natur- und Nuklearkatastrophe eingenommen.
„1.208,02 € - wie kommt es zu diesem krummen Betrag" wird sich mancher fragen. Die Antwort ist ganz einfach: Der Kuchen wurde zwar verkauft, aber nicht zu einem festen Preis, sondern jeder konnte dafür geben, was er wollte. Und die Eschweger zeigten sich wie alle anderen Besucher des Wochenmarktes von ihrer großzügigen Seite.
Damit unterstützen sie nicht nur den eigentlichen Zweck der Aktion der Jahrgangsstufe 11 des BG, sondern sie honorierten auch das Engagement, mit welchem die Schüler unter Beweis stellten, dass man sich im BG neben allen anderen Fächern nicht nur mit wirtschaftlichen und ökonomisch-technischen Fragen beschäftigt, sondern dass man auch die Dinge im Blick hat, welche die Welt bewegen.
Das hat offensichtlich nicht nur die Marktbesucher überzeugt, sondern kommunalpolitische Spitzenkräfte aus der Region. Sie fanden sich ebenfalls am Stand des BG ein.
Dass die Politiker sicher in erster Linie aus anderen Gründen unterwegs waren, hinderte sie nicht daran, sich für die Aktion des Beruflichen Gymnasiums zu interessieren und dabei auch mitzunehmen, mit welcher Freude, mit welchem Engagement, aber auch mit welch netter Art die Schüler auftraten und offensichtlich auch bei den Marktbesuchern ankamen.
Alle waren voll der Anerkennung und des Lobes über die Spendenaktion, die in dieser Form für die Japan-Hilfe bisher einmalig ist Entstanden war die Idee im sozialkundlichpolitischen Unterricht von Frau Daniela Brock. So spontan wie die Idee kam, wurde sie auch umgesetzt. Die hauswirtschaftliche Abteilung der Schule backte mehrere Bleche Kuchen. Ergänzt wurden die Spezialitäten durch die Backkünste einer ganzen Reihe von Eltern und Schülern.
Große Unterstützung erfuhren die Schüler auch durch Eschweger Unternehmen, ganz gleich, ob es sich um den Toom-Baumarkt handelte, der den Verkaufspavillon spendete oder ob es Mapf-Werbung war, die das Informationsbanner kostenlos druckten oder ob es sich um die Union-SB und Tegut handelte, welche die Pappteller, das nötige Plastikgeschirr oder den Kaffee und die Milch zur Verfügung stellten. An keiner Stelle brauchte man lange nachzufragen oder gar zu betteln. Nicht zuletzt gilt das auch für das Ordnungsamt der Stadt Eschwege, welches ohne auch nur einen Moment zu zögern das Aufstellen des Standes kostenfrei erlaubte.
„Ein tolles Ergebnis" ist auch das Fazit der Schulleitung. Dabei ist in dem Betrag das Ergebnis dessen, was sich in den Sammelbüchsen befindet, mit welchen einige Schüler auf dem Wochenmarkt unterwegs waren, nicht einmal eingerechnet. „Und vielleicht" so die stille Hoffnung des Schulleiters, „lässt sich das, was jetzt vorliegt, durch die eine oder andere weitere Aktion im Laufe der nächsten Schulwoche ja sogar noch aufstocken".
Manfred Zindel
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