Umweltschule in Hessen

Ansprechpartner

 

Ernst Stelter

 

Ekkehard Götting

 

 

 

Telefon: 05651 22940

Email: umwelt@bs-eschwege.de

 

 

Anlässlich der Verleihung der Titel „Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" haben die Beruflichen Schulen Eschwege erneut die Auszeichnung mit Umweltfahne erhalten. Dies ist ein dickes Lob für unsere Projekte, die Kolleginnen und Kollegen und vor allem die Schülerinnen und Schüler, die sich im Schuljahr 2009/10 mit Umweltfragen beschäftigt haben.

 

Besonders erfreulich ist, dass Sie es als Kolleginnen und Kollegen geschafft haben, mit Ihren Ideen und Aktionen die Jury ohne Unterbrechung seit 1998 zu überzeugen, dass Umweltthemen an unserer Schule in vielen unterrichtlichen Bereichen präsent sind.

 

Im vergangenen Schuljahr gab es einen Themenschwerpunkt im Bereich der „Erneuerbaren Energien", wo

  • EIBE-Klassen sich bei einer Studienfahrt mit der Verwertung von Holzhackschnitzeln beschäftigt haben.
  • BFS-Klassen sich mit nachwachsenden Rohstoffen in dem Naturwissenschaftsunterricht beschäftigt haben.
  • FOS-Klassen sich mit dem Thema in Physik mit Ausarbeitungen beschäftigt haben oder sich über Fotovoltaik bei der SMA in Kassel informiert haben.
  • BG-Schüler in Ihren Fachpräsentationen Ökologie und Energie zum Thema hatten, andere BG-Schüler sich mit Ökologie und Marktwirtschaft in einem Planspiel auseinandersetzten.

 

Besondere Beachtung fanden sicherlich zwei Aktionen, die weit über unsere Schule hinaus ihren Niederschlag fanden:

 

  • „Werraversalzung - Arbeitsplätze vs. Umweltschutz"
    Diese Präsentation von Schülerinnen und Schülern aus dem Powi-Kurs von Herrn Dr. Wenzel in der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums gewann den ersten Preis im landesweiten Wettbewerb „Präsentieren - Gewinnen - Präsentieren" der Frankfurter Rundschau und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände.
  • „Schüler restaurieren eine Rotwildfütterung im Schlierbachswald"
    Unter dieser Themenstellung konnten Schülerinnen und Schüler aus den EIBE-Klassen mit ihrer Arbeit in Außenprojekten so überzeugen, dass sie mit dem Zweiten Platz im Umweltwettbewerb des Werra-Meißner-Kreises ausgezeichnet wurden.

 

Ich denke, dass Ihre Anstrengungen und die der Schülerinnen und Schülern ein buntes Bild von Umweltarbeit an unserer Schule ergeben.



Ekkehard Götting

Auch beim Klimaschutz vorbildlich

 

Auf das Dach der Beruflichen Schule kann man nicht blicken. Aber es ist kein Geheimnis, dass dort ein Beitrag zur Einsparung von Kohlendioxid geleistet wird. Im Jahr 1998 hatte die Schule dort eine erste Fotovoltaikanlage sich aus Mitteln der Elternspende und Zuschüssen von Bund und Land installiert. Zu dieser Zeit war dies noch Neuland und interessierte Schüler gerade aus dem Bereich der Elektrotechnik konnten Einblicke in die damals noch neue Technik gewinnen. Richtig spannend waren die Auswertungen von Sonneneinstrahlung und Stromerzeugung.


Unsere kleine Anlage hat nun in 2010 einen großen Bruder bekommen. Der Werra-Meißner-Kreis hat privaten Betreibern die Möglichkeit geboten gegen Pachtzahlung die Dächer der Schulen für Fotovoltaikanlagen zu nutzen. So wurde auch auf dem Dach der Beruflichen Schulen eine Anlage im Großformat installiert und am 21. April 2010 in Betrieb genommen.


Insgesamt wurden 513 m2 Kollektorfläche installiert mit einer Leistung von knapp 74 kWp.


So wurden auf unserem Dach in den ersten acht Monaten 55.812 kWh Energie erzeugt, was einer CO2-Einsparung von 39.000 kg entspricht.
Mit blick auf den Monat Januar 2011 ist die Bilanz nicht so brickelnd, aber 1000 kWh sind auch bei diesem Winterwetter ins Stromnetz gegangen.

 

Wer selbst mitverfolgen will, in welchen Mengen der Strom erzeugt kann dies unter folgender Internet-Adresse täglich nachvollziehen:



www.esw-solar.de

 

In den beiden Schuljahren 2010 bis 2012 gehen die Beruflichen Schulen Eschwege wieder mit engagierten Projekten an den Start als Umweltschule:

 

 

HANDLUNGSBEREICH 1:
„Energieersparnis in einem Klassenraum"

 

  1. Ist-Situation („So ist die Situation")
    Momentan ist in unseren Klassenräumen eine übliche Ausschaltung von z.B. 4 Reihen mit 3 Leuchtstofflampen installiert. Möglichkeiten der Energieersparnis im Rahmen der Raumbeleuchtung sind so nicht gegeben.
  2. Zielformulierung („Das wollen wir erreichen")
    Es wird eine Kostenaufrechnung und Planung einer Modernisierung der Beleuchtungs- anlage in einem Klassenraum von den Schülern der Fachoberschule Technik durchgeführt. Alle dabei erstellten Unterlagen wie Recherchen, Untersuchungsergebnisse, Berechnungen, Schaltpläne und ein Pflichtenheft für eine Programmierung werden in einer Mappe zusammengefasst. Die programmierte Lichtsteuerung soll getestet werden.
  3. Handlungsschritte („So wollen wir unser Ziel erreichen")
    • Suchen nach Energieeinsparmöglichkeiten im Klassenraum.
    • Bewertung der Umsetzbarkeit und Planung möglicher Schritte.
    • Beschaffung von Materialien für Untersuchungen oder Messungen.
    • Gegenüberstellung der momentanen Energieverbrauchskosten und denen nach der Modernisierung.
    • Testen der Lichtsteuerung in einer Testumgebung.
  4. Elemente der Verständigung („Mit wem müssen/wollen wir kooperieren")
    Schulleitung, Hausmeister und andere Lehrer.

 

 

 

HANDLUNGSBEREICH 2:
„Ökologie und Umwelt in der Geschichte"


  1. Ist-Situation („So ist die Situation")
    Den Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums sind die Zusammenhänge zwischen historischen Entwicklungen und Umwelteinflüssen/
    Umweltzerstörung kaum bekannt.
  2. Zielformulierung („Das wollen wir erreichen")
    Die Schüler entwickeln ein Bewusstsein für Zusammenhänge zwischen historischen Entwicklungen und Umwelteinflüssen/ Umweltzerstörung.
  3. Handlungsschritte („So wollen wir unser Ziel erreichen)
    • Beispielhafte Untersuchung der Landnutzung und des Landschaftswandels im Mittelalter.
    • Schüler recherchieren historische Sachverhalte zum Thema.

 

 

 

HANDLUNGSBEREICH 3:
„Was ist Energie? Ökonomische und ökologische Überlegungen"


  1. Ist-Situation („So ist die Situation")
    Die Schüler der zweijährigen Berufsfachschule Gesundheit haben nur vage Vorstellungen vom Begriff „Energie" und können ihn nicht definieren. Kenntnisse über die Berechnungen von Energieverbrauch sind nicht vorhanden. Die Frage nach Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Energiesparens wird mit allgemeinen Schlagorten beantwortet.
  2. Zielformulierung („Das wollen wir erreichen")
    Energie sparen - im Haushalt und an der Schule
  3. Handlungsschritte („So wollen wir unser Ziel erreichen")
    • Was ist Energie? Schüler recherchieren.
    • Wie berechnet man den Energieverbrauch?
    • Wo wird im Haushalt die meiste Energie verbraucht?
    • Was kann jeder selbst tun, um den Energieverbrauch zu verringern?
    • Sammlung und Bewertung von Maßnahmen.
  4. Elemente der Verständigung („Mit wem müssen/wollen wir kooperieren")
    Kontakt mit dem Fachbereich Physik.

 

 

 

HANDLUNGSBEREICH 4:
„Regenerative Energien und Klimawandel im Englischunterricht"


  1. Ist-Situation („So ist die Situation")
    Die Schüler der Fachoberschule Technik besitzen Grundkenntnisse bezüglich der technischen Fragen. Die englischen Fachbegriffe zu diesem Themenbereich sind nur unzureichend bekannt.
  2. Zielformulierung („Das wollen wir erreichen")
    Die Schüler sollen ein gesteigertes Bewusstsein bezüglich des Klimawandels entwickeln.
    Erwerben eines fachspezifischen Wortschatzes in der Englischen Sprache.
    Erlangung einer Diskussionsfähigkeit im Bereich regenerativer Energien und dem Klimawandel in englischer Sprache.
  3. Handlungsschritte („So wollen wir unser Ziel erreichen")
    • Textarbeit.
    • Auswertung des Films "Inconvinient Truth" von Al Gore in Gruppen.
    • Darstellung von Ergebnissen in Form von Plakaten.
    • Präsentation der Gruppenergebnisse.

 

 

 

HANDLUNGSBEREICH 5:
„Aufbau eines Trimm-Dich-Platzes - Gesundheitsprophylaxe in der Natur"


  1. Ist-Situation („So ist die Situation")
    Ein alter, verschlissener Trimm-Dich-Pfad der Region ist nicht mehr sinnvoll und sicher nutzbar.
  2. Zielformulierung („Das wollen wir erreichen")
    Ein nach Sicherheits- und Gesundheitsaspekten geplanter und aufgebauter Trimm-Dich-Platz soll von den Schülern der Schulform EIBE (Eingliederung in die Beruf- und Arbeitswelt) nach dem Prinzip der vollständigen Handlung realisiert werden.
  3. Handlungsschritte („So wollen wir unser Ziel erreichen")
    • der alte, verschlissene Trimm-Dich-Pfad wird von den Schülern rückgebaut.
    • Aufbau neuer Geräte an anderer Stelle
    • die Schüler sind eingebunden von der Planung bis zum Schreiben der Bestellungen.
    • auch die Eingangskontrolle der gelieferten Bauteile/Testaufbau in der Schule wird von den Schülern durchgeführt.
    • Endmontage der Geräte vor Ort durch die Schüler.
  4. Elemente der Verständigung („Mit wem müssen/wollen wir kooperieren")
    Bauhof der Stadt Eschwege , Busunternehmen Frölich (Transport der Schüler zur Baustelle)

 

 

 

Handlungsbereich 6 :
„Lärm als Umweltverschmutzung - Projekt im Rahmen des Gesundheitstages unserer Schule"

 

  1. Ist-Situation („So ist die Situation")
    Den Schülern ist kaum bewußt, dass auch Lärm eine Art der Umweltverschmutzung darstellt und gesundheitliche Risiken birgt.
  2. Zielformulierung („Das wollen wir erreichen")
    Die Schüler sollen ein Bewusstsein dafür entwickeln, das Lärm eine persönlich ernst zu nehmende Gesundheitsgefährdung darstellen kann.
  3. Handlungsschritte („So wollen wir unser Ziel erreichen")
    Im Rahmen des Gesundheitstags unserer Schule zeigen die Schüler der Berufsfachschule eine Präsentation zum Thema "Lärm als Umweltverschmutzung", welche sie vorher erarbeitet haben.
    Parallel dazu führen die Schüler des BG Technik Jg. 12 einen Hörtest für die Besucher durch. Der technische Aufbau des Tests wird von den Schülern im Vorfeld realisiert.
  4. Elemente der Verständigung („Mit wem müssen/wollen wir kooperieren")
    Kooperation mit den Organisatoren des Gesundheitstages an unserer Schule.

Unsere Zertifikate

 

 

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