6. Juni 2011

 

Gastronomie, Umweltschutz und Integration
Auszubildende im Hotelfach vergleichen ihre Erfahrungen in Birmingham

 

Gastronomie lebt von Tourismus, Tourismus lebt von einer intakten Umwelt. Angehende Gastronomen aus dem landschaftlich sehr reizvollen Werra-Meißner-Kreis wissen um dieses Kapital ihrer Region.

 

Der Erhalt unserer Umwelt war das Thema des sechsten und letzten Treffens innerhalb ihrer zweijährigen Comenius-Schulpartnerschaft mit fünf anderen Einrichtungen aus Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien. Sechs auszubildende Hotel- und Restaurantfachleute trafen sich vom 11.-15.05.2011 mit Schülern und Lehrern der Partnereinrichtungen in Birmingham, um sich gegenseitig vorzustellen, welche Maßnahmen sie im alltäglichen Leben oder in besonderen Aktionen unternehmen, um ihre Umwelt wirksam zu schützen und zu erhalten.

 

In vorbereitenden Recherchen in ihren Hotelbetrieben und in der Schule wurde ein Katalog erstellt, der von einfachen Wasser- und Energiesparmaßnahmen (Kochen mit Deckel, Spülstoptaste bei Toiletten, richtige Befüllung von Wasch- und Spül­maschinen) bis hin zu baulichen Maßnahmen reicht, die die Betriebe unserer Region in Sachen Umweltschutz geleistet haben (Regenwassernutzung für Toiletten und Außenanlagen, Einbau von Druckminderern). Gleichzeitig erhielten sie einen Einblick in die Maßnahmen der Menschen in den Partnerregionen. So steht z. B. in der Normandie und auf Sizilien vor allem der Küstenschutz ganz oben auf der Agenda, wohingegen sich Birmingham in einem Wandel, weg vom staubigen Industrie-Image hin zu grünen Tourismusangeboten, befindet.

 

Dass die Briten dennoch – und das voller Stolz - zu ihrer industrie-revolutionären Tradition stehen, wurde den Teilnehmern bei einem Besuch des Black-Country-Museums (schwarz vom Kohleabbau) deutlich. „Es ist beeindruckend, wie real hier die Arbeits- und Lebenswelt des 19. Jahrhunderts nachgestellt wird. Man müsste eigentlich noch einen Tag in diesem Museumsdorf verbringen, um sich alles genauer anzusehen", resümiert Carina George vom Hotel Kirschtraum in Sontra ihren Rundgang durch original nachgebaute Wohnhäuser, Geschäfte, Schulen und Werkstätten. „Das Beson­dere war, dass überall auch Menschen in Originalkleidung des 19. Jahrhunderts auftra­ten, die sehr verständlich über die jeweiligen Orte und Gebäude zu berichten wussten."

 

Apropos Birmingham: Die Azubis des Werra-Meißner-Kreises haben es zum Anlass genommen, dass das Calthorpe School and Sport College, die gastgebende Partnerschule, eine Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche ist, um auf ein Beispiel gelungener Integration behinderter Menschen in die Arbeitswelt der Gastronomie in unserer Region hinzuweisen. Mithilfe eines selbst gedrehten Videos wurden den Partnern in Birmingham drei Mitarbeiter der Kochsberg Europa-Akademie an ihrem Arbeitsplatz vorgestellt, die zuvor auch an den Beruflichen Schulen Eschwege in Zusammenarbeit mit den Werraland Werkstätten unterrichtet wurden.

 

Eine kleine Überraschung erlebte die deutsche Delegation letztlich in kulinarischer Hinsicht. Neben bekannten Produkten, wie Ale und Fish and Chips, die von den Auszubildenden erwartet, probiert und zumeist für gut befunden wurden, zeigte sich England beim Besuch der „Cadbury-World" auch von seiner „Schokoladen­seite". Paul Wiegand vom Landidyll Hotel Ahrenberg war begeistert: „Ich wusste nicht, dass England auch für Schokolade bekannt ist. Hier bei Cadbury's ist man wohl richtig stolz auf die lange Tradition, da man sehr anschaulich über die Herkunft des Kakaos, die Entstehung des Unternehmens und die Herstellung der Schokolade informiert wird."

 

Die Köpfe voller Eindrücke und die Taschen voller Schokolade kehrte die Gruppe aus Birmingham zurück. Mit im Gepäck auch die Hoffnung, dass einige der Kontakte aus zwei Jahren Partnerschaft weiter leben werden und die Gewissheit, dass auch einige Schwellenängste vor Sprachbarrieren abgebaut wurden: „Ich gehe nach der Ausbildung ins Ausland – eine Erfahrung in England oder Amerika wäre toll", ist sich Teilnehmerin Esther Reichelt vom Hotel Hohenhaus sicher.

 

Das Foto zeigt die Gruppe vor der Erlebnisausstellung "Cadbury World" des gleichnamigen Schokoladenherstellers.

 

Von links nach rechts:

Carina George (Hotel Kirschtraum, Sontra), Zamir Toska (Waldhotel Soodener Hof, BSA), Paul Wiegand (Landidyll Hotel Ahrenberg, BSA), Lilija Loresch (Burgerstuben, Reichensachsen), Sabine Schiffler (Berufliche Schulen Eschwege), Esther Reichelt (Hotel Hohenhaus, Herleshausen), Anna Gerner (Hotel Zum Stern, Burghofen), Carsten Legel (Berufliche Schulen Eschwege).



 

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