11. Oktober 2012

 

Morgan Moltan Metall Systems

Industrie-Grundstufe besucht Schmelztiegelwerk

Warum lange bei der Theorie verweilen, wenn es so einfach ist, praktische Kenntnisse mit in den Unterricht einzubeziehen?

 

Diese Frage führte dazu, dass die 27 auszubildenden Industriekaufleute des ersten Lehrjahres der Beruflichen Schule in Eschwege im Anschluss an den regulären Unterricht eine Betriebsbesichtigung des Schmelztiegelwerkes Noltina in Berkatal-Frankenhain durchführten. Für den Schulleiter und Klassenlehrer Manfred Zindel war das gewissermaßen ein Heimspiel, denn er stammt bekanntlich aus diesem Dörfchen im Meißnervorland.

 

Eigene Erfahungen

Viel wichtiger ist aber, dass er immer noch gerne seine Erfahrungen, die er als Schüler und Student im Rahmen von Ferienjobs in dem Schmelztiegelwerk machte, in den Unterricht seiner „Indus" wie er die Industriekaufleute gerne liebevoll nennt, einbindet. So waren es einerseits die schweren Grafitsäcke, die damals per JHand bewegt wurden, andererseits aber auch die Erfahrung wie kritisch es sein kann, wenn im Leistungsrausch die Akkordzeiten gesprengt wurden, um in der kurzen Zeit der Ferien möglichst viel Geld zu verdienen.

 

Crucibles „made in Frankenhain"

Auch oder gerade weil das Unternehmen in seiner Grundstruktur mehr oder weniger gleich geblieben ist und die Produktionsprozesse noch immer ähnlich wie früher ablaufen, setzt das Frankenhainer Unternehmen im weltweiten Wettbewerb der Schmelztiegelproduktion nach wie vor klare Qualitätsmaßstäbe. „Made in Frankenhain" ist zu einem Schlüsselbegriff in der Branche geworden. Auch wenn fernöstliche Märkte durch dort aufgebaute neue Werke bedient werden, so ist nach Angaben des Geschäftsführers Thomas Schneider der Stanport Frankenhain eine tragende Säule im Konzept des Weltkonzerns. Er ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe selbst zusammen mit dem technischen Leiter Herrn Keese durch das Werk zu führen.

 

Schmelztiegel werden in unterschiedlichen Größen und für unterschiedliche Verwendungszwecke hergestellt. Grafit und Ton sind die gängigsten Rohstoffe, die verarbeitet werden.



Dabei werden der Tiegelkegel zunächst aus Rollen „geplätscht" und danach „ausgedreht" bevor sie in die Trockenkammer kommen, damit dort die Feuchtigkeit aus der Rohmasse entweicht, um den Tiegel dann durch glasieren und weiter zu bearbeiten, bevor er schließlich in entsprechenden Öfen gebrannt wird.

 

Fingerfertigkeit und Know-How

In den einzelnen Fertigungsabschnitten sind immer wieder handwerkliches Geschick, Fingerfertigkeit und auch eine Portion „Kunst" gefragt.

Gerade das über hundert Jahre alte und in den verschiedenen Arbeitnehmergenerationen weitergegebene „Know-How" machen den hervorragenden Qualitätsruf der Frankenhainer Tiegel aus.

Für die begleitende Lehrkraft Katrin Klöppner dürfte es auch eine ganze besondere Erfahrung gewesen sein, einen kleinen Tiegel aus der Rohmasse selbst zu formen (siehe Foto), in Grafitstaub einzutauchen und ihn dann selbst auszudrehen.

 

Das Produkt ist, wie man sieht, gelungen und so werden mit Sicherheit auch weitere Schülergenerationen nicht nur vom Schulleiter, sondern auch von ihr etwas über die spezielle Tiegelproduktion und die ohne Zweifel nicht immer ganz leichten Arbeitsbedingungen erfahren. Trotz aller Bemühungen der Werksleitung lassen sich Hitze und Schmutz bis heute nicht völlig aus der Produktion verbannen und gehören ganz einfach zum Arbeitsieben bei der Tiegelproduktion dazu.

 

Tiegelgeschenk

Damit man zu Hause auch wirklich versteht, was ein Schmelztiegel ist, erhielt jeder Besucher eine solchen im Miniformat als Erinnerung mit nach Hause. Danke!

 

Manfred Zindel

 

 

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