Berufliche Schulen Eschwege
Berufliche Schulen Eschwege

Einzelhandelskauffrau /-mann

Nachfolgende Informationen zum Berufsbild entnommen aus bzw. eng angelehnt an

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start
Zugriff am 02. Januar 2011

 

Aufgaben und Tätigkeiten
Kaufleute im Einzelhandel informieren und beraten Kunden und verkaufen Waren aller Art. Außerdem arbeiten sie im Einkaufs- und Lagerwesen, übernehmen betriebswirtschaftliche Aufgaben im Personal- und Rechnungswesen und wirken bei der Sortimentsgestaltung sowie bei Marketingaktionen mit.


Kann ich Ihnen behilflich sein?

Ob in der Bekleidungsabteilung eines Kaufhauses, in einem Medienfachgeschäft oder in einem Spielwarenladen - Kaufleute im Einzelhandel haben sehr viel Kundenkontakt. Dabei ist die freundliche Beratung ihr oberstes Prinzip.

 

Ein Kunde möchte sich erst einmal nur umsehen? Kein Problem. Kaufleute im Einzelhandel bleiben höflich und ansprechbereit, auch wenn ein Kunde zunächst zurückweisend reagiert oder im Stress ist. Im Verkaufsgespräch ermitteln sie die Wünsche der Kunden und schlagen mit den passenden Argumenten die geeigneten Waren zum Kauf vor. Dazu ist Fachwissen über die angebotenen Produkte unabdingbar.

 

Kaufleute im Einzelhandel führen die Kunden zum richtigen Regal, informieren sie über Eigenschaften, Handhabung, Funktionen und Vorzüge bestimmter Produkte und führen z.B. technische Geräte auf Wunsch vor. Vor dem Verkauf informieren sie die Kunden über Garantiezeiten oder spezielle Dienstleistungen, wie z.B. den hauseigenen Reparatur- oder Lieferservice und berechnen ggf. Rabatte und sonstige Nachlässe.

 

Sie nehmen Reservierungswünsche entgegen, legen Waren zurück und sind auch beim Warenumtausch behilflich. Bei Reklamationen bleiben sie freundlich und zuvorkommend, gehen auf die Kunden ein und schlagen Lösungswege vor.

 

Wenn Kaufleute im Einzelhandel an der Kasse arbeiten, prüfen sie die Echtheit der Geldscheine, achten auf die richtige Ausgabe des Wechselgeldes oder wickeln Zahlungen bargeldlos mit Kredit- oder Geldkarten ab. Außerdem stellen sie Gutscheine, Quittungen und Garantiescheine aus. Sie bedienen die Registrier- und Scannerkassen und rechnen am Ende des Geschäftstages die Einnahmen sorgfältig ab. Meist tragen sie keine Dienstkleidung im eigentlichen Sinne, doch seriöse bzw. zum jeweiligen Umfeld passende Kleidung gehört zum Beruf.

 

Kundenbedürfnisse und Sortimentsgestaltung

Wenn sie nicht Kunden bedienen, halten Kaufleute im Einzelhandel den Verkaufsraum in Ordnung, legen Waren ins Regal zurück, holen ggf. Nachschub aus dem Lager und dekorieren Verkaufsstände und Schaufenster unter dem Aspekt der Werbewirksamkeit.

 

Kaufleute im Einzelhandel kennen den Markt und die sich wandelnden Kundenbedürfnisse aus erster Hand. Sie beobachten den Produktlebenszyklus von Waren und die Konkurrenz, führen Marktanalysen durch oder setzen sich mit aktuellen Marktanalysen auseinander. Ziel ist es, das Sortiment stets auf den aktuellen Stand zu bringen.


Bevor sie neue Waren bestellen, holen Kaufleute im Einzelhandel verschiedene Angebote ein, beurteilen die Qualität der Artikel und führen Einkaufsverhandlungen. Beim Festlegen der Einkaufsmenge berücksichtigen sie den vorhandenen Lagerbestand, die Haltbarkeit verderblicher Waren und saisonale Gesichtspunkte, z.B. beim Bestellen von Dekorationsartikeln oder Lebensmitteln.

 

Sie nehmen Lieferungen entgegen, packen sie aus, überprüfen die Qualität und zeichnen die Waren mit dem Verkaufspreis aus. Ggf. lagern sie sie fachgerecht ein und führen Lagerdateien und -statistiken. Wenn eine Inventur ansteht, führen sie die Warenbestandsprüfung mithilfe mobiler Datenerfassungsgeräte durch.


Hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen übernehmen Kaufleute im Einzelhandel weitere betriebswirtschaftliche Aufgaben. Sie prüfen und verbuchen Belege, kontrollieren und bezahlen Rechnungen, versenden Zahlungserin-nerungen und kalkulieren Verkaufspreise. Beim Erstellen und Auswerten von Bilanzen und Ergebnis-rechnungen sind sie ebenfalls beteiligt.

 

Sie führen Verhandlungen mit Banken und Versicherungen, Kunden und Lieferanten und wickeln den anfallenden Schriftverkehr ab. Im Bereich Personalwesen rechnen sie z.B. Löhne, Gehälter und Abgaben ab oder übernehmen andere Aufgaben, die bei der Einstellung, Versetzung, Beförderung, bei Urlaub und bei der Entlassung von Mitarbeitern zu erledigen sind. Sie stellen Personaleinsatzpläne auf oder wirken bei der Organisation und Durchführung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung mit.

 

Die Aufgaben von Einzelhandelskaufleuten lassen sich wie folgt auf den Punkt bringen:

  • Kunden beraten und Waren verkaufen
    • Kundenwünsche ermitteln, Waren vorführen, Kunden beraten und informieren, Waren verkaufen
    • Reservierungen, Reklamationen aufnehmen, Waren umtauschen, bei Konflikten Lösungen suchen
    • spezielle Dienstleistungen anbieten und ausführen (z.B. Reparaturservice, Lieferservice)

 

  • Kassieren und Abrechnen
    • Verkaufspreis berechnen, dabei Skonti, Rabatte oder sonstige Nachlässe berücksichtigen
    • Verkaufspreis in unterschiedlichen Zahlungsformen kassieren
    • Rechnungen, Gutscheine, Quittungen ausstellen
    • Kasse abrechnen und Kassenberichte erstellen

 

  • Bei der Sortimentsgestaltung mitwirken
    • bei der Art, Breite und Tiefe des Sortiments bzw. der Sortimentsplanung mitwirken, dabei Kundengruppen, neue Waren, Marktsegment und Konkurrenzangebotspalette berücksichtigen
    • Sortimentsanalyse und -bereinigung durchführen
    • Markt bzw. Konkurrenz beobachten und Markt- bzw. Konkurrenzanalysen durchführen
    • Warenfluss beobachten

 

  • Warenbeschaffung und Einkauf durchführen
    • Bedarf für einzelne Waren ermitteln
    • Einkaufsmenge und Bestellzeitpunkt bestimmen
    • Lieferfristen, Liefer- und Zahlungsbedingungen prüfen (und ggf. mit Alternativen vergleichen)
    • Angebote einholen und vergleichen
    • Beschaffungsweg festlegen
    • Einkaufsverhandlungen führen, Waren bestellen
    • Qualitätskontrollen durchführen, Lieferantenbeurteilung erstellen, Bestell- und Einkaufsdateien und -listen führen

 

  • Bei Lagerhaltung und Versand mitwirken
    • Waren annehmen und auspacken
    • Lagerdateien und -statistik führen
    • Waren verteilen bzw. einräumen
    • Lagerbestände kontrollieren und Nachbestellungen durchführen oder veranlassen
    • Lieferscheine und Versandpapiere ausfertigen, Waren versandfertig machen

 

  • Verkaufsvor- und nachbereitende Tätigkeiten durchführen
    • Waren auszeichnen
    • Vollständigkeit des Warenangebots in den Regalen bzw. Verkaufsflächen prüfen
    • die Qualität der Waren laufend prüfen
    • bei Inventuren und Bestandskontrollen mitwirken

 

  • Verkaufsförderung und Werbung durchführen
    • Waren verkaufsfördernd platzieren und präsentieren (Visual Merchandising)
    • Dekorationsarbeiten in Schaufenster und Verkaufsraum durchführen
    • Ladenlokaleinrichtungen (z.B. die Regalanordnung) planen oder ändern
    • Sonderaktionen planen und durchführen
    • Werbeaktionen mitplanen und durchführen, Anzeigen in Medien planen und gestalten
    • Kundenwünsche und Marktbedürfnisse langfristig beobachten

 

  • Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten ausführen
    • Bestellungen, Reklamationen, Gewährleistungsansprüche bearbeiten
    • bei der Kosten- und Leistungsrechnung sowie bei der Kalkulation mitwirken
    • Ein- und Ausgangsrechnungen prüfen, Rechnungen erstellen, Mahnverfahren einleiten
    • Geschäftsvorfälle buchen, Steuern, Abgaben und Gebühren berechnen und buchen
    • bei der Erstellung von Bilanzen und Ergebnisrechnungen mitwirken
    • Verhandlungen und Schriftverkehr mit Banken und Versicherungen führen
    • warenwirtschaftliche Informationen, z.B. Umsatzentwicklung, Produktlebenszyklen auswerten (z.B. mit Hilfe computerunterstützter Warenwirtschaftssysteme)


Darüber hinaus führen sie auch folgende Tätigkeiten aus:

  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter/innen führen
  • Arbeitszeiten, Löhne und Gehälter abrechnen und buchen
  • Vorgänge im Rahmen der Personalverwaltung bearbeiten (z.B. Einstellungen, Versetzungen, sozialversicherungsrechtliche Vorgänge)
  • bei der Planung, Organisation und Durchführung betrieblicher Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mitwirken
  • Schriftwechsel und Zahlungsverkehr abwickeln


Berufsschule:
Der Unterricht wird von versierten Lehrerinnen und Lehrern in folgenden Themenbereichen erteilt.

  • - Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren
    - Verkaufsgespräche kundenorientiert führen
    - Kunden im Servicebereich Kasse betreuen
    - Waren präsentieren
    - Werbung und Verkaufsförderung
    - Waren beschaffen
    - Waren annehmen, lagern und pflegen
    - Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren
    - Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen
    - Besondere Verkaufssituationen bewältigen
    - Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern
    - Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden
    - Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen
    - Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln


Außerdem wird den Auszubildenden z.B. vermittelt:

  • welche Bedeutung dem Einzelhandel zukommt und welche Struktur er hat
  • welche Stellung der Ausbildungsbetrieb am Markt besitzt
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist
  • wie wesentliche arbeits- und tarifrechtliche Regelungen zustande kommen
  • welche Sachverhalte bei den Themen Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu beachten sind


Rechtsgrundlagen:

  1. Verordnung über die Erprobung abweichender Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen in der Berufsausbildung im Einzelhandel in dem Ausbildungsberuf Kaufmann im Einzelhandel/Kauffrau im Einzelhandel Fundstelle: 2009 (BGBl. I S. 671, 1166) im Internet
  2. Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Kaufmann im Einzelhandel/Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer/Verkäuferin, Beschluss der Kultusministerkonferenz
    Fundstelle: KMK-Beschlusssammlung im Internet


Stundenpläne
Die aktuellen Stundenpläne finden Sie in Kürze unter der entsprechenden Rubrik der Homepage

 

Ausbildungsvergütung / Verdienstmöglichkeiten
Die Ausbildungsvergütung richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.


Die folgenden Angaben dienen nur der Orientierung. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

  1. Ausbildungsjahr: € 547 bis € 620
  2. Ausbildungsjahr: € 612 bis € 694
  3. Ausbildungsjahr: € 705 bis € 797

Das spätere Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

 

 

Berufliche Schulen Eschwege
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37269 Eschwege

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