Metallbauer/-in

Nachfolgende Informationen zum Berufsbild entnommen aus bzw. eng angelehnt an
http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start
Zugriff am 1. Januar 2011

 

Aufgaben und Tätigkeiten (Kurzform)
In der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Metallbauer/innen Überdachungen, Fassadenelemente, Tore, Fensterrahmen oder Schutzgitter aus Stahl oder anderen Metallen. Häufig stellen sie Einzelstücke speziell nach Kundenwunsch her.

 

Sie richten sich nach technischen Zeichnungen, wenn sie von Hand oder maschinell Leichtmetalle oder Stahl be- und verarbeiten. Sie reißen Metallplatten, -rohre oder Profile an, schneiden sie zu und formen sie. Dann schweißen, nieten oder schrauben sie die einzelnen Bauteile zusammen.

Bei der Montage vor Ort bauen sie auch Schließ- und Sicherheitsanlagen ein und installieren z.B. mechanische, hydraulische und elektrische Antriebe für Tor- oder Sonnenschutzanlagen. Außerdem warten Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik ihre Produkte und halten sie instand.


Vielseitiges Metall
Moderne Architektur kommt ohne Metallkonstruktion nicht aus: ob Fensterrahmen, Türen, Tore oder Schutzgitter aus Stahl und Aluminium, Schließ- und Sicherheitsanlagen, Sonnen- oder Blitzschutzanlagen, Metalltreppen oder größere Metallkonstruktionen wie Hallen oder Gewächshäuser.

 

Oft sind die Erzeugnisse von Metallbauer/innen Einzelstücke, die speziell nach den Wünschen der Kunden gefertigt werden, beispielsweise ein besonderes Treppengeländer für eine alte Villa, eine moderne Stahlfassade für ein Bürogebäude oder eine Garage für ein Einfamilienhaus.

 

Gut konstruiert: Fertigung
Bei der Herstellung und Montage von Metallbauerzeugnissen sind sie oft von Anfang bis Ende beteiligt. Sie ermitteln vor Ort die Maße und erstellen Skizzen. In der Werkstatt fertigen sie danach die einzelnen Bauteile an. Dabei müssen sie sich genau an die technischen Vorgaben halten, damit alle Bauteile am Schluss zusammenpassen. Vor dem Zuschnitt messen Metallbauer/innen Metallrohre, -platten oder -bleche ab und reißen sie an.

Dann schneiden sie das Metall millimetergenau an den mit der Reißnadel markierten Stellen. Teilweise bedienen sie dabei auch computergesteuerte Fräs- und Zuschnitt-Maschinen, manchmal trennen sie die Teile aber auch mit der Hand. Die zugeschnittenen Rohlinge müssen daraufhin noch in die richtige Form gebracht werden. Metallbauer/innen formen sie warm oder kalt um, kanten, biegen, richten oder pressen sie, bis sie genau den technischen Vorgaben entsprechen. Schließlich soll das Tor hinterher richtig schließen und nicht schief sein. Sie bohren Gewinde und schrauben oder schweißen die Metallteile zusammen.

 

Damit sie sich beim Schweißen nicht verbrennen oder blenden, tragen sie spezielle Schutzkleidung (z.B. eine Schweißbrille). Abschließend behandeln sie die Oberflächen der Metallkonstruktionen, in-dem sie sie z.B. mit Farbe beschichten oder verzinken. Dadurch schützen sie sie auch vor Korrosion.


Fest aufgebaut: Montage
Das Geländer oder das Tor ist fertig. Nun müssen die Metallbauer/innen es an seinem Bestimmungsort montieren oder aufstellen. Vorher prüfen sie noch einmal alle Bauteile, um sicherzustellen, dass sie den vorgegebenen Maßen entsprechen. Dann transportieren sie sie zum Montageort.

 

Manche Teile verschweißen, nieten oder verschrauben sie erst dort. Sie passen Scharniere, Schlösser, Türdrücker, Fensterrahmen oder elektrische Antriebe für Tor- oder Sonnenschutzanlagen millimetergenau ein. Zudem verankern sie die Konstruktionen sicher, damit diese selbst starken Belastungen wie Unwettern standhalten. Wenn sie z.B. Sonnenschutzanlagen oder Stahlfassaden befestigen, arbeiten sie auch auf Arbeitsbühnen und Gerüsten. Hierfür benötigt man einen sicheren Stand und sollte schwindelfrei sein. Zum Montageabschluss prüfen sie schließlich, ob alles richtig funktioniert.

 

Lang beständig: Wartung und Reparatur
Die Metallbauer/innen sind aber nicht nur für neue Metallkonstruktionen zuständig: Sie warten und reparieren auch ältere Objekte. Beispielsweise testen sie die Funktionen von Schließanlagen und Sicherheitseinrichtungen, suchen eventuelle Fehler und beseitigen Störungen.

 

Bei größeren Konstruktionen prüfen sie die einzelnen Bauteile auf ihre Funktionsfähigkeit und tauschen unbrauchbar gewordene Teile aus. Dabei müssen sie manchmal die ganze Anlage zerlegen. Um sie hinterher wieder richtig zusammenbauen zu können, kennzeichnen sie die einzelnen Bauteile sorgfältig.

 

Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik haben hauptsächlich folgende Aufgaben:

  • Bauteile herstellen und vormontieren
    • Profile, Platten und Bleche abmessen, vorzeichnen, anreißen
    • Bauteile durch Brennschneiden, Trennschleifen, mit Scheren und Sägen auf das geforderte Maß zuschneiden
    • Bauteile durch Biegen, Warm- und Kaltumformen, Richten und Pressen in die maßgerechte Form bringen
    • Bohrungen und Schweißfugen anbringen
    • konventionell oder numerisch gesteuerte Bearbeitungsmaschinen bedienen und einrichten (z.B. Biege- und Umformmaschinen)
    • vorgefertigte Bauteile durch Schweißen, Verschrauben oder Nieten zu Baugruppen vormontieren ggf. Bauteile entrosten, Schweißnähte säubern, Korrosionsschutz und andere Oberflächenbehandlungsverfahren durchführen

 

  • gefertigte Bauteile, Normteile und fertige Bau- und Zubehörteile zu festen und beweglichen Metallkonstruktionen montieren (Endmontage)
    • vorgefertigte Bauteile auf Maßhaltigkeit prüfen
    • geeignete Anschlag- und Transportmittel auswählen, Bauteile transportieren
    • Montageplätze unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen einrichten, ggf. Gerüste und Arbeitsbühnen aufstellen
    • beim Bau von Metallkonstruktionen Bauteile ausrichten, mit Schweißpunkten fixieren und durch Schweißen oder Verschrauben zusammenbauen im Metallfassadenbau Unterkonstruktionen herstellen und montieren, Dämmungen anbringen und Fassadenelemente befestigen
    • Schließ- und Sicherheitsanlagen sowie Sonnenschutzanlagen montieren, Antriebsaggregate und Steuerungen einbauen und einstellen
    • ausgeführte Arbeiten kontrollieren und Funktionsprüfungen an beweglichen Teilen durchführen

 

  • Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ausführen
    • bei größeren Metallkonstruktionen Bauteile für den Wiederzusammenbau kennzeichnen und defekte Teile demontieren, z.B. durch Brennschneiden, Trennschleifen und Sägen, dabei auf die Standsicherheit der Konstruktion achten
    • Bauteile instand setzen, ggf. unbrauchbar gewordene Teile neu anfertigen
    • Funktionen an Schließanlagen, Sicherheitseinrichtungen und anderen beweglichen Bauteilen testen
    • Fehler suchen und Störungen beseitigen

 

  • Darüber hinaus führen sie auch folgende Tätigkeiten aus:
    • Arbeitsaufgaben planen und vorbereiten
    • ggf. Kundenaufträge entgegennehmen und Maße vor Ort ermitteln, Skizzen erstellen
    • technische Unterlagen wie Fertigungs-, Schweiß- und Montagepläne lesen (in größeren Betrieben werden von der Arbeitsvorbereitung bereits detaillierte fertigungs- und montagetechnische Vorgaben erstellt)


Berufsschule:
Der Unterricht wird im Theorie- und Fachpraxisbereich schwerpunktmäßig von den Lehrern Herrn H.D. Fischer, Herrn Pfingst und Herrn Wörz erteilt. Alle sind nicht nur Fachleute auf ihrem Gebiet, sondern sie arbeiten auch eng mit den Ausbildungsbetrieben zusammen.

 

Folgende Lernfelder sind Gegenstand des Berufsschulunterrichts:

  • Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
  • Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
  • Herstellen einfacher Baugruppen
  • Warten technischer Systeme
  • Herstellen von Blechbauteilen
  • Herstellen von Konstruktionen aus Profilen
  •  Herstellen von Umformteilen
  •  Demontieren und Montieren von Baugruppen in der Werkstatt
  •  Herstellen von Stahl- und Metallbaukonstruktionen
  •  Herstellen von Türen, Toren und Gittern
  • Herstellen von Fenstern, Fassaden und Glasanbauten
  • Herstellen von Treppen und Geländern
  • Instandhalten von Systemen des Stahl- und Metallbaus
  • Während der gesamten Ausbildungszeit wird den Auszubildenden vermittelt:
  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist und wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Ver-
  • waltung funktionieren
  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
  • welche Umweltschutzmaßnahmen zu beachten sind


Rechtsgrundlagen:

  1. Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin
  2. Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Metallbauer/Metallbauerin


Stundenpläne
Die aktuellen Stundenpläne finden Sie in Kürze unter der entsprechenden Rubrik der Homepage

 

 

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