Unser Schulprogramm

Nach intensiver Beratung ist unser neues Schulprogramm im Rahmen der Gesamtkonferenz vom 13. Januar 2011 verabschiedet worden.

 

 

 

Schulprogramm

der

Beruflichen Schulen Eschwege

 

 


Präambel

 

Unsere Gesellschaft verändert sich...
Die Umwelt, und die Rahmenbedingungen von Schule verändern sich...
Lehrer und Schüler verändern sich...

Wir entwickeln unseren Unterricht weiter...

Wir stärken das eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler...

 

Die Veränderungen in der Gesellschaft und die Anforderungen, die an die zukünftigen Absolventen der verschiedenen Schulformen gestellt werden, erfordern Entwicklungen und Veränderungen der Prozesse, mit denen die Jugendlichen sich das Rüstzeug und die Kompetenzen erarbeiten, die notwendig sind, um an diesen teilhaben zu können und aktive Mitglieder der Gesellschaft zu werden.

Wir sind davon überzeugt, dass Lernprozesse qualitativ nachhaltiger wirken, wenn die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihren Lernfortschritt übernehmen und sich aktiv am Unterricht beteiligen und diesen (mit)gestalten können. Um dies zu realisieren, müssen wir uns auf veränderte Formen des Unterrichts einstellen. Die Lehrerenden sind nicht mehr nur die Personen, die den Unterricht gestalten und steuern müssen. Wir werden zu Mentoren der Schülerinnen und Schüler.

Unser Ziel pädagogischen Handelns ist die Befähigung der Jugendlichen zum selbstbestimmten, kompetenten und verantwortlichen Entscheiden und Handeln. Dazu gehört, dass Menschen sich miteinander verständigen und tätig werden. Kooperation und Kommunikation sind Voraussetzungen zum Erreichen dieses Ziels.

Der Kompetenzerwerb im Zeitalter umfassender Informationsmöglichkeiten und einer sich vernetzenden Welt sind Voraussetzungen für die Teilhabe am Leben der Gesellschaft und zur erfolgreichen Gestaltung des individuellen Lebens.

Die Schule hat den Auftrag ein solides Grundlagenwissen aufzubauen, so dass die Schülerinnen und Schüler mit einem hohen Maß an Methodenkompetenz und vielfältigen Lernmethoden in der Lage sind, vielfältige Probleme und Aufgaben in den unterschiedlichsten Lebenssituationen zu lösen. Dazu sind soziale Vernetzungen sowie Flexibilität und grundlegende positive Lebenseinstellungen erforderlich.

 

 

 

1. Unterrichtsentwicklung

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Der Weg zum eigenverantwortlichen Lernen.

 

() Eigenverantwortliches Lernen

Wir berücksichtigen, dass Lerntempo und Lernschwerpunkte der Schülerinnen und Schüler unterschiedlich sind. Ein zukunfts- und leistungsorientierter Unterricht stellt den aktiven und eigenverantwortlichen Lernenden in den Mittelpunkt der didaktischen und methodischen Überlegungen. Er bietet Möglichkeiten sowohl zum fachlichen als auch zum fachübergreifenden Kompetenzerwerb. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung einer nachhaltigen Lernfähigkeit und Lernbereitschaft.
Traditionelle Lehr- und Lernformen bedürfen der Weiterentwicklung.
Eigenverantwortliches Lernen ist ein möglicher Weg diesen Kompetenzerwerb zu erreichen.

Im Zentrum der Arbeit von Schule muss der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler stehen. Er definiert sich über den Erwerb von fundiertem Basiswissen, auf dem die Schülerinnen und Schüler sich im selbständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten die für die Lernprozesse notwendigen Kompetenzen erschließen.

Auf Basis der Rahmenpläne und Bildungsstandards werden interne, transparente Konzepte entwickelt, dokumentiert und fortgeschrieben. Diese bilden die Grundlage für die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler, Themen, Lernmethoden und Arbeitstechniken im Hinblick auf die Gestaltung von Lernsituationen im eigenverantwortlichen Unterricht zu entwickeln. Den Lehrerinnen und Lehrern obliegen hierbei die Verantwortung der Koordination und die Kontrolle der Erreichbarkeit der geforderten Zielsetzungen.

 

() Raumkonzept - Ausstattung - organisatorische Gestaltung
Die Schule ist bestrebt sich vom Klassenraum-Modell zu einem Unterrichtsraum-Modell zu entwickeln, das einer Lernumgebung entspricht, die ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Verantwortung der Schülerinnen und Schüler ermöglicht.

Das Modell kann eine veränderte Sitzordnung, eine offene räumliche Gestaltung, zugleich Rückzugsmöglichkeiten für Stillarbeiten, eine Verfügbarkeit umfassender Unterrichtsmedien, bis hin zur Möglichkeit der Aufbewahrung der Unterrichtsmaterialien im Unterrichtsraum, sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer beinhalten.

Die Arbeit der Lehrerteams beinhaltet dynamische Unterrichtsfrequenzen mit übergreifender Pausengestaltung und damit verbundener Aufsicht. Innerhalb des Raumkonzepts wird Schulalltag flexibel durch Lehrerteams geregelt.

 

() Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung innerhalb eigenverantwortlicher Lernprozesse basiert auf der Feststellung der qualitativen Erreichung der formulierten Ziele, Lernfortschritte werden in geeigneter Form dokumentiert und als Motivation genutzt. Auf vorhandene Defizite wird hingewiesen und Anregungen zu deren Abbau gegeben. Die Maßstäbe und Verfahren der Leistungsbewertung werden im Lehrerteam entwickelt und festgelegt. Diese sind für die Schülerinnen und Schüler im hohen Maß transparent zu gestalten, so dass sie ständig in der Lage sind, den Fortschritt ihrer Entwicklung zu erkennen und ihn steuern zu können.

 

 

 

2. Fundament

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Wer hohe Türme bauen will, braucht ein solides Fundament

 

()Teambildung
Wir sind bestrebt, nach zielorientierten Konzepten und mittels erfolgreicher Methoden Bildungsinhalte zu vermitteln. Teamfähigkeit und eigenverantwortliches Lernen sind wesentliche Schwerpunkte, die über die reine Wissensvermittlung hinausgehen.

Für unsere Schule bedeutet dies eine entsprechende Strukturierung der Lern- und Arbeitsumgebung sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrkräfte.

Die Gestaltung und Anordnung der Unterrichtsräume geht Hand in Hand mit der Bildung von Lehrerteams, welche die Lern- und Arbeitsprozesse effektiv und in einem hohen Maße eigenverantwortlich begleiten.

 

() Bedarfsgerechte Fortbildungen
Die Sicherstellung der hohen Qualitätsansprüche, die wir an unsere Arbeit stellen, wird durch ein leistungsfähiges Fortbildungskonzept unterstützt.
Bedarfsgerechte und zielgerichtete externe und interne Fortbildungen werden von den Lehrerteams eigenverantwortlich geplant und wahrgenommen.
Hausinterne Fortbildungsveranstaltungen können dazu beitragen, dass neue Erkenntnisse eine schnelle Verbreitung und Umsetzung in weiteren Lehrerteams erfahren.

 

() Ressourcen und besondere Unterstützung
Die Schulleitung wie auch die Abteilungsleitungen unterstützen die Arbeit der Lehrerteams durch entsprechende Stundenplanung und die Schaffung weiterer notwendiger organisatorischer Rahmenbedingungen, wie z. B. die Umsetzung der zu entwickelnden Raumkonzepte. Dabei werden die Teamentscheidungen so weit als möglich als Grundlage der Planungen herangezogen. Eine entsprechend Feedbackkultur sorgt dafür, dass Probleme schnell lokalisiert und behoben werden können.

Um die Vielfalt des schulischen Angebots weiterzuentwickeln, sind die Lehrerteams bemüht, die von ihnen erarbeiteten und praktizierten Konzepte anderen Teams der Schule zur Verfügung zu stellen.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Umwelt und Gesundheit findet im Sinne nachhaltiger Entwicklung Berücksichtigung in der Gestaltung der Lernsituationen.

Mit der Öffnung der Schule zu außerschulischen Lernpartnern werden personelle und sachliche Verknüpfungen entwickelt, die der Gestaltung von Lernsituationen im Unterricht stärkeren Realitätscharakter geben, aber vor allem auch die Schule für die Entwicklung neuer Unterrichtsangebote öffnet.

 

 


3. Rahmenbedingungen

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Es gilt, ein hohes Maß an persönlicher Zufriedenheit bei allen Beteiligten herzustellen.

 

() Wertschätzung
Die Wertschätzung der Person und deren Arbeit und dem damit verbundenen Klima in unserer Schule ist ein herausragendes Ziel. Alle Schülerinnen und Schüler und alle Kolleginnen und Kollegen sollen sich bei uns gut aufgehoben fühlen und im Rahmen der verfügbaren Bandbreite einen optimalen Entwicklungsraum für die jeweilige Persönlichkeitsstruktur vorfinden. Nicht zuletzt deshalb wird der Eigenständigkeit und der damit verbundenen Eigenverantwortung ein hoher Stellenwert beigemessen.

Die Schulleitung gewährleistet ein qualifiziertes Management der anstehenden Aufgaben und einen respektvollen Umgang mit allen Beteiligten. Anregungen werden aufgenommen, Übereinstimmungen werden ausgebaut.

 

() Verantwortung
In der gemeinsamen Arbeit übernimmt jeder Verantwortung für seine Tätigkeit und die seines Umfeldes. Lehrerteams, Schüler-Lehrer-Gruppen und Schülergruppen arbeiten stringent an Aufgaben und Problemstellungen. Partnerschaftlicher Umgang und der notwendige Freiraum innerhalb der Organisationsformen schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem sich Kreativität und Motivation eigenständig, individuell und nachhaltig entwickeln können.

 

() Bildungsfortschritt
Erfolgreiche Arbeit wird gewürdigt und dient der Motivation für neue Aufgaben. Defizite müssen aufgezeigt, konstruktiv analysiert und an einer Verbesserung gearbeitet werden. In diesem Prozess sollen allen die Freiheiten zugestanden werden, im Interesse des Bildungs- und Erziehungsfortschrittes, ihre individuellen Stärken einzubringen und auszuleben.

 

() Förderangebot
Die Einrichtung über den Pflichtbereich hinausgehender Förderangebote bietet den Lernenden die Möglichkeit, Begabungen zu entdecken, Fähigkeiten auszubauen und Neues kennen zu lernen.

 

() Professionalität
Um unsere Professionalität weiter zu verbessern, arbeiten die Lehrerteams kontinuierlich an der fachlichen und methodisch-didaktischen Weiterentwicklung bestehender Konzepte und werden dabei durch ein leistungsfähiges Fortbildungskonzept unterstützt.

 

 

 

4. Feedback-Kultur

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Eigenverantwortlichen Lernen wird durch Feedback und kollegiale Beratung begleitet.

 

() Die Grundsätze von Feedback
Ziel von Feedback ist es, durch regelmäßige geplante und gezielte Rückmeldungen und Reflexionen die Unterrichtsqualität und Teamfähigkeit zwischen Schulleitung, Kollegen, Betrieben und Schülern zu fördern. Eine Feedbackkultur zu installieren bedeutet Ängste abzubauen und Feedback selbstverständlich zu praktizieren.
Das Feedback der Lehrerinnen und Lehrer durch die Schülerinnen und Schüler erfolgt über Instrumente, die kontinuierlich überarbeitet werden. Das Feedback unterliegt einer von allen Seiten akzeptierten Grundlage.

 

() Feedback von den Schülerinnen und Schülern an die Lehrerinnen und Lehrer
Feedback ist eine persönliche Angelegenheit der Lehrkraft. Alle gesammelten Daten werden vertraulich behandelt, es werden keine Inhalte weitergegeben. Das Feedback ist kein Instrument der Dienstaufsicht. Es soll die Lehrkraft in ihrer Entwicklung unterstützen. Es ist daher wertfrei, emotional verkraftbar und nicht verletzend. Es soll konkret, knapp und konstruktiv sein. Das Feedback durch die Lehrkraft erfolgt freiwillig und wird von dieser dokumentiert. Die Durchführung und die Erfahrungen aus dem Feedback werden von der Schulprogrammgruppe erfasst und zur Weiterentwicklung dieses Instrumentes genutzt.

 

() Feedback an die Schülerinnen und Schüler
Mögliche Formen einer Eingangsanalyse können Fragebögen sein.
Nach deren Auswertung schließen die Lehrerinnen und Lehrer mit den Schülerinnen und Schülern eine Zielvereinbarung. Zu einem festgelegten Zeitpunkt wird durch ein Feedback erfragt, inwieweit die vereinbarten Ziele verwirklicht wurden. Dieses kann bei der Bewertung der Schülerleistung eine Rolle spielen.

Die Schülerinnen und Schüler geben ihr Feedback untereinander auf gleicher Augenhöhe als Lernpartner.

 

() Feedback an die Schulleitung
Die Schulleitungsmitglieder fordern vom Kollegium pro Schuljahr ein Feedback über die Arbeit der Schulleitung.

 

() Feedback zwischen den Kollegen
Gegenseitige Hospitationen und kollegiale Unterrichtsreflexion sollen als mögliche Form des Feedbacks zwischen den Kollegen stärker zur Anwendung kommen.
Innerhalb der für die eigenverantwortlichen Lernprozesse gebildeten Teams wird die Kultur der kollegialen Beratung mit Aspekten wie „offene Klassenräume" oder „gegenseitige Hospitationen" als Unterstützung und Entlastung der eigenen Arbeit aufgenommen.

 

() Feedback von den Betrieben
Die Ausbildungsbetriebe erhalten die Möglichkeit über ein geeignetes Instrument dem Lehrer(team) eine Rückmeldung über unterrichtliche und außerunterrichtliche Arbeit in den Beruflichen Schulen zu geben.

 

Das Schulprogramm als PDF:

 

 

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